Die Herkunft der Curlingsteine

Curlingsteine bestehen aus Granit. Der Granit der untersuchten Curlingsteine kommt von der Insel Ailsa Craig. Die Insel liegt etwa 15 Kilometer von der schottischen Westküste entfernt. Sie ist drei Kilometer lang und an der höchsten Stelle 338m hoch.

Ailsa Craig 

curling is fun

Auf der Insel gibt es drei verschiedene Arten von Granit, den Blue Hone, den Red Hone und den Common Ailsa Green. Der Blue Hone stammt von der Nordseite, der Common Ailsa Green von der Südseite und der Red Hone aus den höher gelegenen Gebieten der Insel. Für die Herstellung eines Curlingsteins braucht es einerseits den Blue Hone und andererseits den Common Ailsa Green.

Weshalb diese Granite so gut für Curlingsteine geeignet sind, liegt daran, dass sie eine aussergewöhnliche Dichte aufweisen und dabei noch relativ leicht zu Schleifen sind.

Da die Insel ein Naturschutzgebiet für Vögel ist, kann man die Steine nicht einfach so abbauen, sondern es werden nur die herabgefallenen Felsbrocken gesammelt und abtransportiert. Im Sommer 2002 wurden wieder 200 Tonnen ans Festland gebracht, dies sollte nun für die nächsten zehn Jahre für die Curlingsteinproduktion ausreichen.

Es ist nur einer einzigen Firma gestattet auf dieser Insel Steine abzubauen. Die Firma "Kays of Scotland" wurde 1851 von William Kay gegründet, befindet sich in Mauchline und ist bis heute ein Familienbetrieb geblieben.

Da die Nachfrage nach qualitativ hochstehenden Curlingsteinen sehr gross ist und die Abbau- und Transportbedingungen sehr schwierig sind, musste man sich nach Alternativen umschauen. Dabei ist man in Wales fündig geworden. Heute wird dort der bekannte Blue Trefor abgebaut. Verarbeitet wird er jedoch am selben Ort wie die Steine der Insel Ailsa Craig.

Kays of Scotland

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